DAS WESEN DES ENGELS

Im Werk Ernst Fuchs wird den Engeln eine komplexe Bedeutung zugemessen. Sie agieren nicht als schmückendes Dekor eines himmlischen Hofstaats, sondern sind vielmehr eigenständig auftretende Boten des göttlichen Willen. Dabei sind sie keineswegs auf ein Rollenbild festgelegt, sondern changieren in ihrer Bedeutung. So können sie einmal als Lebensretter oder Glücksspender auftreten, um sich im nächsten Moment in Boten des Todes und des Unheils zu verwandeln. Licht und Schatten sind in ihnen vereint, denn dadurch schöpft sich ihre plastische Dreidimensionalität und erhebt sie über die irdischen Vorstellungen von Gut und Böse hinaus, was sie als ätherische Wesen des Himmels definiert.

Ihre Wandelbarkeit manifestiert sich in der Unterschiedlichkeit ihres Erscheinens. Die Form ist hierbei nicht an klassische Vorbilder geknüpft, sondern allein der Vorstellungskraft des Ernst Fuchs untertan. So können sie einmal über einen weiblichen Körper verfügen, dann als Einhorn porträtiert werden, um am Ende in Form der himmlischen Wächter des g ö t t l i c h e n Thron, den Cheruben aufzutreten. Je nach Charakterisierung unterwirft sich die formale Gestaltung der psychologischen Plastizität. Dabei sind sie nicht von Körperlichkeit in sterblicher Hinsicht abhängig, sondern können als flirrende Energie allgegenwärtig sein.

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